Synthetische Stärke gegen den Welthunger?


Stärkehaltige Lebensmittel wie Getreide oder Kartoffeln sind für die Ernährung unverzichtbar. Mit der Zahl der Menschen auf der Erde steigt aber auch der Bedarf. Und die Stärke-Produktion in Pflanzen kommt an Grenzen. Forschende arbeiten deswegen jetzt an einer synthetischen Herstellung.

Deutschlandfunk

Schlechte Ernten, immer mehr Menschen: Synthetische Stärke könnte ein Hoffnungsträger sein. (Vanja Budde / Deutschlandradio)

Es ist das wichtigste Kohlenhydrat in der menschlichen Ernährung: Stärke. Besonders viel davon steckt in Lebensmitteln wie Kartoffeln oder Getreide. Doch die natürliche Produktion kommt zunehmend an ihre Grenzen. Bisher wurde vor allem versucht, die Produktion in Pflanzen selbst zu steigern – mit nur wenig Erfolg. Ein Team vom Tianjin Institut für Industrielle Biotechnologie geht jetzt einen anderen Weg: Es hat eine Methode entwickelt, mit der sie Stärke synthetisch herstellen können. Langfristig soll das auch in größeren Mengen möglich werden. Denn Bedarf gibt es nicht nur wegen der zunehmenden Zahl an Menschen. Stärke wird auch zum Verdicken von Farben oder als Bindemittel in der Papierherstellung eingesetzt. 

Forschen für die Welternährung

Stärke ist auf den ersten Blick eine eher unspektakuläre Substanz. Das feine weiße Pulver besteht aus den beiden Kohlenhydraten Amylose und Amylopektin – langen Ketten von einfachen Zuckermolekülen, die miteinander verknüpft sind. Entweder in einer geraden Kette, wie bei Amylose oder verzweigt wie bei Amylopektin.

weiterlesen

1 Comment

Kommentare sind geschlossen.