Die Erfolge der AfD im Osten könnten zur Spaltung der Partei führen


Die Partei ist in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt besonders stark. Damit wird das radikale Lager in der Partei gestärkt.

Jens Blankennagel | Berliner Zeitung

Björn Höcke war lange Zeit der führende Kopf im rechtsradikal geprägten „Flügel“ der AfD. imago/Bild13

An diesem  Wahlsonntag wird die Diskussion Punkt 18.01 Uhr wieder beginnen: Einerseits wird über die künftige Koalition debattiert, anderseits über die Erfolge der AfD in Ostdeutschland. Dort ist die rechtsnationale bis rechtsradikale Partei vor allem im konservativ geprägten Süden sehr stark. Bereits in den Umfragen lag die AfD in Sachsen auf Platz 1, auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen macht sie den etablierten Partei Konkurrenz auf den vorderen Plätzen. 

Doch die Erfolge im Osten könnten für die Rechtsaußen-Partei zu ihrer Spaltung führen oder im Extremfall in die weitgehende Bedeutungslosigkeit. Jedenfalls dürfte es die AfD in ihrer bisherigen Form nach diesem Wahlsonntag wohl nicht mehr lange geben. Denn die Partei war bereits Ende Mai des Vorjahres an einem Totpunkt angekommen. Damals hatte Parteichef Jörg Meuthen – der sie eher bürgerlich-rechtskonservativ ausrichten will – den Rauswurf des Brandenburger Landeschefs Andreas Kalbitz aus der Partei durchgesetzt.

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