Wie der Klimawandel die inneren Organe gefährdet


Der Nierenarzt Jan Galle warnt vor den Folgen des Klimawandels für die Gesundheit. Besonders ältere Menschen, die kein gesundes Durstempfinden mehr hätten, drohten in Hitzeperioden innerlich zu vertrocknen.

Jan Galle im Gespräch mit Liane von Billerbeck | Deutschlandfunk Kultur

Wie klimafreundlich ist die Dialyse? Die Krankenhäuser könnten ressourcenschonender arbeiten, sagt der Nierenarzt Jan Galle. (picture alliance / dpa / imagebroker / Oliver Ring)

Der Klimawandel beschäftigt schon länger auch die Ärztinnen und Ärzte. Wenn die Temperaturen steigen, wird der Körper neuen Belastungen ausgesetzt.

Auch der Nierenexperte Jan Galle denkt verstärkt darüber nach und ist gerade dabei, eine Kommission „Klima und Niere“ zu gründen.

Die Niere müsse durchblutet werden – und um das zu können, brauche der Körper Wasser, sagt Galle. Wenn es zu wenig Körperwasser gebe, arbeite die Niere nicht mehr gut. Wenn es nun heißer werde, brauche der Mensch mehr Wasser als bisher.

Erwachsene hätten ein „relativ gesundes Durstempfinden“, erklärt der Direktor der Klinik für Nephrologie und Dialyseverfahren am Krankenhaus Lüdenscheid. Sie tränken dann einfach mehr.

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