CSU fordert Konsequenzen für Hubert Aiwanger


Seit Monaten fällt der Vorsitzende der Freien Wähler immer wieder mit provokanten Aussagen auf. Der Koalitionspartner CSU scheint die Geduld zu verlieren.

Selina Bettendorf | DER TAGESSPIEGEL

Hubert Aiwanger (M), und seine Parteifreunde applaudieren bei der Wahlparty der Freien Wähler.Foto: Tobias Hase/dpa

Sonntagnachmittag, wenige Stunden vor Schließung der Wahlkabinen: Hubert Aiwanger postet angebliche Wahl-Zwischenstände auf Twitter. Das ist verboten. Aber da die Zahlen suggerieren, die Freien Wähler könnten es mit einigen weiteren Stimmen doch in den Bundestag schaffen, möchte ihr Vorsitzender Aiwanger damit noch schnell zur Wahl aufrufen. Das Veröffentlichen dieser Zahlen könnte eine Ordnungswidrigkeit darstellen – Aiwanger droht jetzt ein Bußgeld von bis zu 50000 Euro.

Obwohl der Tweet nach wenigen Minuten wieder gelöscht wurde, trendete der Hashtag Aiwanger (#Aiwanger), die Medien griffen das Thema auf. Nun könnte man denken, es geht doch nur der Vorsitzende einer Partei, die es nicht in den Bundestag geschafft hat. Aber Hubert Aiwanger ist auch Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident in Bayern.

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