„Die Stärke der AfD im Osten ist eine Schwäche der CDU“


Die AfD kann ihren Wahlerfolg von 2017 nicht fortsetzen. Während die Partei im Westen fast überall einstellig bleibt, kommt sie im Osten mit ihrem extrem rechten Kurs in Thüringen und Sachsen gut an. Die CDU hätte den Direktmandatsträgern kein Paroli geboten, sagte Landeskorrespondent Alexander Moritz im Dlf.

Deutschlandfunk

Das Wahlergebnis der AfD weist ein deutliches Ost-West-Gefälle auf (picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)

Insgesamt ging es bei der Bundestagswahl abwärts für die Rechtspartei um das Spitzenduo Alice Weidel und Tino Chrupalla. Bundesweit kommt – laut vorläufigem Endergebnis – die AfD nur noch auf 10,3 Prozent. 2017 waren es noch 12,6 Prozent. „Aber es ist zwiegespalten,“ sagte Landeskorrespondent Alexander Moritz im Dlf. „Dafür hat die Partei ingesamt mehr Direktmandate gewonnen. Es sind 16, bei der letzten Wahl waren es drei.“ In Sachsen und Thüringen habe die AfD die anderen Parteien abgehängt und deutlich mit ihren Direktkandidaten punkten können.

Die Situation in Thüringen

In Thüringen mit Landesparteichef Björn Höcke, wo die AfD wegen rechtsextremer Tendenzen vom Verfassungsschutz beobachtet wird, wurde sie jetzt zum ersten Mal mit 24,0 Prozent stärkste Kraft. Die AfD nahm der CDU, die hier vor vier Jahren alle acht Direktmandate geholt hatte, sieben ab. Vier AfD-Kandidaten können direkt in den Bundestag einziehen, die SPD kann drei Kandidaten direkt schicken. Den extrem rechten Kurs im Osten interpretierte der Sprecher der AfD Thüringen, Stefan Möller, durch das Wahlergebnis als gestärkt. Im MDR sagte er, er würde sich wünschen, dass die Bundespartei, die sogenannten Bürgerlichen um Parteichef Jörg Meuthen, mehr das Erfolgskonzept des Ostens wage.

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