Mitglieder des Betroffenenbeirats der katholischen Deutschen Bischofskonferenz haben im Streit um das System von Anerkennungsleistungen für erlittene sexualisierte Gewalt erneut Veränderungsbedarf angemahnt.
„Ein wie auch immer geartetes ‚weiter so‘ darf es nicht geben“, sagte Kai Christian Moritz, Mitglied des Betroffenenbeirats, am Freitag in Frankfurt am Main bei der zweiten Synodalversammlung des katholischen Reformdialogs Synodaler Weg.
Hintergrund ist ein Konflikt um die Neuausrichtung des Systems der Anerkennungsleistungen erlittenen Leids, das seit Januar gilt. Betroffene hatten Mitte September das bisherige Verfahren kritisiert. Das Anerkennungssystem lasse „in erheblichem Maße Transparenz und damit Nachvollziehbarkeit vermissen“, hieß es in einem Schreiben des Betroffenenbeirats an die Bischöfe. Viele Bescheide fielen für die Beteiligten unverständlich und unangemessen gering aus.