Mehr Gewaltenteilung in der Kirche


In Frankfurt ringen katholische Geistliche und Laien um einen Grundlagentext, der mehr Mitsprache der Basis ermöglichen könnte – wenn Rom zustimmt. Für Aufsehen sorgt Regensburgs Bischof.

Annette Zoch | Süddeutsche Zeitung

Die Initiative „Maria 2.0“ demonstriert am Rande der Zweiten Synodalversammlung der katholischen Kirche vor dem Congress Center in Frankfurt am Main. (Foto: Arne Dedert/dpa)

Eine Mehrheit der Teilnehmer des Synodalen Wegs, der Reformdebatte zwischen katholischen Klerikern und Laien, will mehr Gewaltenteilung in der Kirche. 164 der anwesenden 212 Synodalen stimmten am Freitag in Frankfurt für einen entsprechenden Grundlagentext, 30 dagegen, acht enthielten sich.

In dem 40-seitigen Papier sprechen sich die Autoren unter dem Vorsitz von Essens Bischof Franz-Josef Overbeck und der Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Claudia Lücking-Michels, für eine Gewaltenteilung auf allen Ebenen und mehr Mitsprache der Basis bei der Berufung von Amtsträgern aus.

Konkret folgt aus dieser Abstimmung aber erst mal noch nichts: Der Text geht nun erneut in die Beratung des Synodalforums „Macht und Gewaltenteilung“, wo er weiter überarbeitet wird. Um die 200 Änderungsanträge hatte es zu dem Text gegeben. Erst in zweiter Lesung soll er endgültig verabschiedet werden, bei einer dritten Synodalversammlung, die wahrscheinlich 2022 stattfinden wird.

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