Mutmaßliche IS-Frauen nach Deutschland zurückgebracht


In einer geheimen Aktion hat die Bundesregierung acht deutsche Frauen und ihre Kinder in die Bundesrepublik geflogen. Sie sollen sich zuvor der Terrororganisation Islamischer Staat angeschlossen haben. Die meisten von ihnen wurden nun festgenommen.

Süddeutsche Zeitung

Ein Mädchen presst ein Plüschtier an sich, als es aus einer Chartermaschine heraus den Bereich der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt betritt. In einer zunächst geheim gehaltenen Aktion hatte die Bundesregierung insgesamt acht deutsche Anhängerinnen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit ihren 23 Kindern aus einem Gefangenenlager in Syrien geholt. (Foto: Boris Roessler/dpa)

Mit einer weiteren Rückholaktion hat die Bundesregierung acht Frauen nach Deutschland fliegen lassen, die sich vor einigen Jahren der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben sollen. Zuletzt lebten die deutschen Frauen und ihre 23 Kinder im Gefangenenlager Roj im Nordosten Syriens, das unter kurdischer Verwaltung steht. Eine Chartermaschine mit ihnen an Bord landete am Mittwochabend kurz vor Mitternacht auf dem Frankfurter Flughafen. Ein Großteil der Rückkehrerinnen sei nach der Landung in Haft genommen worden, teilte Außenminister Heiko Maas (SPD) mit.

In der Chartermaschine waren zudem drei Frauen und ihre 14 Kinder, die von der dänischen Regierung zurückgeholt wurden. Die Aktion wurde nach Angaben des Auswärtigen Amtes von den USA logistisch unterstützt.

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