Wer hat das Klima aufgeheizt?


Zehn Länder haben fast zwei Drittel der CO2-Emissionen seit 1850 ausgestoßen, zeigt eine Analyse. Auch Deutschland ist ganz oben mit dabei.

Lalon Sander | taz

Die USA sind eindeutig auf Platz 1 der größten CO2-Emittenten: Schornsteine in Kansas Foto: ap

Nur wenige Länder sind für einen Großteil der CO2-Emissionen seit 1850 verantwortlich. Zu diesem Schluss kommt eine neue Analyse des Klimaportals Carbon Brief. Die Zahlen zeigen, dass die USA für rund 20 Prozent der Emissionen seit 1850 verantwortlich sind. China, mit der vierfachen Bevölkerung, kommt mit 11 Prozent der Emissionen an zweiter Stelle. Deutschland ist mit 4 Prozent der Emissionen auf Platz 6.

Insgesamt haben alle Länder der Welt demnach rund 2500 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre gepumpt – weniger als 500 verbleiben, um die Erderhitzung mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit unter +1,5 Grad zu halten. Allerdings sind die zehn größten Emittenten bereits für 62 Prozent der Gesamtemissionen verantwortlich.

Auf den ersten 10 Plätzen finden sich neben mehreren Industrieländern auch China, Indien, Brasilien und Indonesien – allerdings werden Emissionen während des Kolonialismus nicht den Kolonialmächten, sondern ihren Kolonien zugeordnet.

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