Dachau: Polizei fasst Hakenkreuz-Sprayerin


Ein Hakenkreuz auf einer Infotafel am ehemaligen SS-Schießplatz in Hebertshausen, Nazi-Symbole am Fahrradparkhaus am Dachauer Bahnhof, auf Kanaldeckeln und Stromverteilerkästen: Die Polizei hat diese Fälle von Schmierereien mit rechtsextremistischem Hintergrund nun aufgeklärt. Eine 24-jährige Dachauerin wurde ermittelt. Sie gesteht die Taten zum Teil, nur ihr Motiv ist unklar.

Nikola Obermeier | Merkur.de

Eine 24-jährige Dachauerin soll Hakenkreuze und Schmierereien mit rechtsextremistischem Hintergrund in Dachau, Hebertshausen und Karlsfeld aufgesprüht haben. Unter anderem wurde eine Infotafel des ehemaligen SS-Schießplatzes in Hebertshausen beschmiert. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern gestern mitteilte, sei das genaue Motiv der jungen Frau für die Taten bislang unklar. Die Graffiti seien „nicht unbedingt aus politischer Gesinnung heraus entstanden“.

Die Graffiti mit rechtsextremistischen Symbolen wurden zwischen 3. und 30. September in Dachau, Hebertshausen und Karlsfeld festgestellt. Mehrere Kanaldeckel sowie Stromverteilerkästen in Hebertshausen wurden um den 10. September herum mit Nazi-Symbolen beschmiert, außerdem, wie am 28. September berichtet, wurde auf dem zur KZ-Gedenkstätte Dachau gehörenden ehemaligen Schießplatz in Hebertshausen eine Info-Tafel besprüht. Die Krimnalpolizei Fürstenfeldbruck übernahm die Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

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