Gotteswahn: Röttgen fordert christlich ausgerichtete Migrationspolitik

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CDU-Präsidiumsmitglied Norbert Röttgen ruft seine Partei auf, sich in der Migrationspolitik stärker am christlichen Menschenbild zu orientieren. Zugleich warnt der Politiker vor einem Zerfall der Europäischen Union.

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„Migration ist eine Erscheinung unserer Zeit“, sagte Röttgen dem „Spiegel“ (Freitag). „Wenn in Afghanistan verzweifelte, vor den Taliban fliehende Menschen von den Reifen der abhebenden Flugzeuge zerquetscht werden, dann kann kein Christdemokrat sagen: Das Wichtigste für mich ist, dass diese Menschen nicht zu uns kommen“, sagte Röttgen. Dies sei mit den Grundsätzen christdemokratischer Politik „absolut unvereinbar“, ergänzte der CDU-Politiker. „Die Hoffnung auf ein besseres Leben ist einfach menschlich.“

„Scheitern ist nicht auszuschließen“

Zugleich warnt der CDU-Außenpolitiker vor einem Zerfall der Europäischen Union. „Ein Scheitern ist erstmals in der Geschichte des europäischen Projekts nicht mehr auszuschließen“, sagte Röttgen. „Wir sehen in diesen Tagen, was im Verhältnis zu Polen passiert. Wenn wir nicht aufpassen, frisst sich das durch die Europäische Union hindurch“, sagte der CDU-Politiker mit Blick auf den jüngsten Konflikt zwischen der EU und Polen.

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