Betroffeneninitiative fordert Umbenennung von Bischof-Janssen-Straße


Ein Aufarbeitungsgutachten im Bistum Hildesheim hat den ehemaligen Bischof Heinrich Maria Janssen schwer belastet. Eine Betroffeneninitiative fordert deshalb jetzt die Umbenennung einer nach ihm benannten Straße.

katholisch.de

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Die Betroffeneninitiative im Bistum Hildesheim fordert die Umbenennung der Bischof-Janssen-Straße im niedersächsischen Duderstadt. Aus dem Abschlussbericht des Bistums zur Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen gehe eindeutig und unzweifelhaft hervor, dass Bischof Heinrich Maria Janssen „den Machterhalt der Kirche und den Täterschutz über das Wohl der Missbrauchsopfer stellte“, heißt es in einem Schreiben der Initiative, über das das „Göttinger Tageblatt“ am Donnerstag berichtete. Der Bischof habe die Täter aus den eigenen Reihen nicht nur gedeckt. Es bleibe offen, „ob er nicht auch selbst Missbrauchstäter war“, heißt es seitens der Initiative. Viele Indizien und Aussagen sprächen dafür.

Im Mitte September veröffentlichte Missbrauchsgutachten „Wissen teilen – Unabhängige Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim während der Amtszeit von Bischof Heinrich Maria Janssen (1957-1982)“ heißt es wörtlich, es könne nicht festgestellt werden, „ob Bischof Janssen sexuellen Missbrauch oder sexuelle Grenzüberschreitungen gegenüber Minderjährigen begangen hat“. Janssen ist der erste deutsche Bischof, den solche Vorwürfe treffen.

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