Ermordeter Lehrer in Frankreich: „Ein Ereignis, das jeden geprägt hat“


Ein Jahr ist es her, dass der Lehrer Samuel Paty in Frankreich ermordet wurde – nachdem er im Unterricht zum Thema Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte. Heute wird im ganzen Land an Paty erinnert.

Linda Schildbach | tagesschau

Ein Plakat das den Französisch-Lehrer Samuel Paty zeigt, am Rathaus von Conflans-Sainte-Honorine. AFP

Es ist eine trügerische Stille in dem kleinen Pariser Vorort Conflans-Sainte-Honorine. Die Jugendlichen sind noch in der Schule, als eine Spaziergängerin die Stelle zeigt, wo der Geschichtslehrer Samuel Paty ermordet wurde. Keine 400 Meter entfernt.

Rosa Plastikblumen – in den Holzzaun gesteckt – und ein ausgedruckter Zettel mit der Solidaritätsbekundung „Je suis Prof“ – Ich bin Lehrer – erinnern an die grausame Tat vom 16. Oktober 2020. Für die Bewohner der Gemeinde war es ein Schock, erzählt die Spaziergängerin. „Viele fragen sich: Warum hat er darüber geredet? Er wusste, dass es gefährlich ist, sehr sogar.“

Sie passe seitdem auf, was sie auf der Straße sage.

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