Wir riechen Ekliges schneller


Sensorisches Frühwarnsystem: Unser Geruchssinn reagiert auf unangenehme Gerüche schneller und anders als auf angenehme, wie ein Experiment enthüllt. Demnach feuern Neuronen im Riechkolben bei Verwesungsgerüchen schon nach rund 150 Millisekunden und alarmieren auch den Motorcortex. Dies resultiert in einem unwillkürlichen Zurückzucken – einer Schutzreaktion, die demnach tief in unserer Biologie verankert ist, wie das Forschungsteam berichtet.

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Wenn wir einen Geruch wahrnehmen, ist der hinter der Nase sitzende Riechkolben der erste Gehirnteil, der diese Signale verarbeitet. ©pixologicstudio/ Getty images

Der Geruchssinn ist einer der evolutionär ältesten Sinne des Menschen und deshalb besonders eng mit grundlegenden Aspekten unserer Biologie verknüpft. Düfte können bestimmte Gefühle auslösen, Erinnerungen wachrufen und sogar unsere Träume beeinflussen. Auch bei der Partnerwahl könnten Gerüche eine Rolle spielen, auch wenn das Ausmaß ihres Einflusses noch strittig ist.

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