Jeder dritte Bayer hält Watschn für Kinder für unbedenklich


«Eine Watschn hat noch keinem Kind geschadet» – diese Redewendung hält laut einer Umfrage mehr als ein Drittel der Bayern für wahr. 36,9 Prozent der Befragten hätten dieser Aussage in einer repräsentativen Umfrage des Münchner Marktforschungsinstituts Kantar im Auftrag von Antenne Bayern zugestimmt, teilte der Radiosender mit Sitz in Ismaning am Montag mit. 55,9 Prozent der Befragten stimmten der Aussage demnach nicht zu, bei Frauen (61,9 Prozent) war die Ablehnung größer als bei Männern (49,7 Prozent).

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Einen Luftballon mit der Aufschrift «Gegen Gewalt an Kindern!». Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa
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Elternberaterin Nicola Schmidt sagte dem Radiosender, sie rate bei der Kindererziehung dringend von Ohrfeigen ab: «Das kleine Kind fühlt sich nicht mehr sicher und das große Kind fühlt sich gedemütigt. Und das ist immer falsch.» Kinder, die einen Klaps oder eine Watschn bekommen haben, litten öfter an Verhaltensstörungen, sagte die Autorin: «Wenn die Kinder regelmäßig oder immer mal wieder eine Watschn oder eins hinter die Ohren kriegen, zeigen sie häufiger aggressives Verhalten als Kinder, deren Eltern das nicht tun.»

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