Wie Bischöfe in Deutschland bezahlt werden


Die Gehälter der deutschen Bischöfe sind immer wieder Thema in der Öffentlichkeit – vor allem ihre Finanzierung. Auch wenn die Bischöfe nicht auf der Gehaltsliste von Bund und Ländern stehen, speisen sich ihre Bezüge in der Regel aus staatlichen Zahlungen. Deren Zukunft ist allerdings offen.

Matthias Altmann | katholisch.de

„Die Deutschen Bischöfe werden vom Staat bezahlt“: Diese Aussage taucht immer dann verstärkt in öffentlichen Debatten auf, wenn das Gehalt von Oberhirten thematisiert wird – wie zuletzt im Falle des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki. Wer damit meint, dass die Bischöfe wie Beamte auf den Gehaltslisten von Bund oder Ländern stehen, liegt daneben. Wer allerdings von einem indirekten Aufkommen der öffentlichen Hand für die Bischofsgehälter spricht, hat nicht Unrecht. Denn in der Regel stammen die Beträge aus Mitteln, die die Kirche vom Staat erhält.

Die Besoldung der Bischöfe ist in den deutschen Diözesen allerdings unterschiedlich geregelt. Das Prozedere hängt zum einem vom jeweiligen Bundesland ab, zum anderen, welcher Staatskirchenvertrag (Konkordat) dort gilt. Zunächst sehen nahezu alle Verträge der Bundesländer mit der katholischen Kirche – und den evangelischen Landeskirchen – finanzielle Zahlungen seitens des Staates vor. Das sind die sogenannten Staatsleistungen. Diese haben ihren Ursprung in der napoleonischen Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts, als sich das Heilige Römische Reich Deutscher Nation gewissermaßen selbst auflöste.

weiterlesen