Zeitbombe im Roten Meer


Mehr als nur eine Ölpest: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der vor der Küste des Jemen liegende Öltanker Safer leckschlägt oder auseinanderbricht. Sollte das passieren, wäre eine ökologische, humanitäre und medizinische Katastrophe die Folge, warnen nun Wissenschaftler. Denn eine Ölpest im Roten Meer würde die Trinkwasserversorgung der Region gefährden, den Schiffsverkehr unterbrechen und die Versorgung des Jemen mit Hilfsgütern und Treibstoff blockieren.

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Der vor der Küste des Jemen im Roten Meer liegende Öltanker Safer ist eine tickende Zeitbombe – er droht leckzuschlagen oder auseinanderzubrechen.©Stocktrek/ Getty images

Der aus den 1970er Jahren stammende Großtanker Safer fährt schon seit langem nicht mehr über die Meere – seine noch einwandige Bauweise entspricht nicht mehr heutigen Sicherheitsvorgaben für Tanker. Stattdessen liegt die Safer seit 1988 als schwimmender Ölspeicher rund fünf Seemeilen vor der Küste des Jemen im Roten Meer. Im Zuge des Bürgerkriegs im Jemen wurde die Safer im Jahr 2015 von Huthi-Rebellen gekapert, die seither jede Wartung und Inspektion des maroden Schiffs verhindern.

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