„Zwölf Stämme“: Sekte steckt hinter verschwinden


Die elfjährige Shalomah Hennigfeld wurde offenbar von der Sekte „Zwölf Stämme“ entführt – ihre leiblichen Eltern sind Mitglieder.

Patrick Guyton | Badische Zeitung

Shalomah Hennigfeld Foto: Polizeipräsidium Schwaben Nord (dpa)

Wo ist Shalomah Hennigfeld? Das elfjährige Mädchen ging am Samstag um 15 Uhr in Holzheim bei Dillingen zum Joggen. Seitdem ist sie verschwunden. Immer klarer wird nun, dass Shalomah wohl im nördlichen Bayerisch-Schwaben von der christlich-fundamentalistischen Sekte „Zwölf Stämme“ entführt wurde.

„Wir wissen weiterhin nicht, wo sie ist, und suchen auch weiter“, sagt Markus Trieb, Sprecher der Polizei Schwaben-Nord, der BZ. Im Laufe des Montags gingen zwei gleich lautende E-Mails bei Shalomahs Pflegevater ein: Sie sei bei ihren leiblichen Eltern, es gehe ihr gut, man brauche sich nicht zu sorgen. Eine unterzeichnet mit dem Namen ihres leiblichen Vaters, die andere von einem weiteren Sektenmitglied. 2017 hatten die „Zwölf Stämme“ ihren Sitz in Klosterzimmern bei Nördlingen verlassen und waren nach Tschechien gezogen.

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