Beichtgeheimnis aufgehoben: Katholische Kirche protestiert


Die Aufhebung des Beichtgeheimnisses: Worüber in Europa und Deutschland derzeit verstärkt diskutiert wird, ist in Australien schon Realität. Ein neues Gesetz ruft nun scharfe Kritik der katholischen Kirche hervor.

katholisch.de

Der Erzbischof von Perth, Timothy Costelloe, verurteilt ein neues Gesetz, das Priester in Westaustralien bei Missbrauchsfällen zum Bruch des Beichtgeheimnisses verpflichten soll. Durch das Gesetz werde eine „wesentliche Dimension der Ausübung des katholischen Glaubens durch Priester kriminalisiert“, betont er in einem Hirtenbrief, der am Sonntag in den Kirchen von Westaustralien verlesen werden soll und vorab vom Erzbistum veröffentlicht wurde. Zudem sei der Bruch des Beichtgeheimnisses keine Garantie für einen besseren Schutz von Kindern vor Missbrauch.

Als „besonders besorgniserregend und beunruhigend“ bezeichnet es Costelloe, dass sich das Parlament von Westaustralien über die Empfehlung eines von der Regierung eingesetzten Ausschusses hinweggesetzt habe, der sich mehrheitlich gegen eine gesetzliche Verpflichtung zum Bruch des Beichtgeheimnisses bei Missbrauchsfällen ausgesprochen habe.

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