Codename „Wolfsrudel“: Warum der Große Zapfenstreich der Bundeswehr in die Tonne gehört

Großer Zapfenstreich zum Anlass des fünfzigsten Gründungstages der Ramstein Air Base (2002)

Warum hält die Bundeswehr ihren Fackelmarsch nicht „innerhalb ihrer Firma“ ab? Kasernenhöfe gibt es genug.

Katja Thorwarth | Frankfurter Rundschau

Wir sollten mal wieder über Rechtsextremismus in deutschen Sicherheitsorganen sprechen. Vor lauter Bundestagswahl scheint das Thema in den Hintergrund gerückt. Es scheint verdrängt von den Zukunftssorgen einer von Armin Laschet verstörten Union oder dem Abgesang an sozial-ökologische Grundprinzipien einer grünen Partei im Sondierungsrausch.

Dabei ist, um aktuelle Fälle zu nennen, die extrem rechte Gesinnung von 53 Polizeibeamten in Nordrhein-Westfalen amtlich, wobei die Prüfung von weiteren 138 noch aussteht. Von Einzelfall spricht in dieser Causa niemand mehr. Wen Zweifel befallen, der google spaßeshalber Polizei Frankfurt – oder doch gleich die Bundeswehr, genauer deren Wachbataillon.

Rechtsextremismus: Die Vorzeigesoldaten haben auch schlechte Presse

Das ist so eine auf das Zeremoniell fixierte Truppe, die mit musikalischer Untermalung staatstragenden Ereignissen den notwendigen militaristischen Schneid verleiht, wenn sie starren Schrittes ihre Fackeln zackig in den Abendhimmel stößt. Also eigentlich viel zu geschniegelt ist für extrem rechte Vorfälle, wie sie beispielsweise die Eliteeinheit „Kommando Spezialkräfte (KSK)“ in die Schlagzeilen spült.

weiterlesen