Erdogan erklärt Botschafter zu unerwünschten Personen


Die Türkei hat ihre Drohung wahr gemacht: Präsident Erdogan lässt die Botschafter Deutschlands, der USA und anderer Staaten zu unerwünschten Personen erklären. Hintergrund ist deren Einsatz für den inhaftierten Aktivisten Kavala.

tagesschau

Der Streit über den inhaftierten türkischen Menschenrechtsaktivisten und Kulturförderer Osman Kavala spitzt sich zu: Präsident Recep Tayyip Erdogan lässt den deutschen Botschafter, den US-Botschafter sowie acht weitere Botschafter zu „unerwünschten Personen“ erklären. Er habe das Außenministerium angewiesen, die Diplomaten „so schnell wie möglich“ zur „persona non grata“ zu erklären, sagte Erdogan. 

Auf die Einstufung als „persona non grata“ folgt in der internationalen Diplomatie in der Regel die Ausweisung. Der türkische Staatschef nannte keine Frist. „Sie müssen die Türkei kennenlernen und lernen, sie zu verstehen“, sagte Erdogan über die zehn Botschafter und warf ihnen „Unanständigkeit“ vor. „Sie müssen hier verschwinden, wenn sie die Türkei nicht verstehen.“

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