Uralte Lebensspuren im Rubin


Edelsteine mit Innenleben: 2,5 Milliarden Jahre alte Rubine zeugen von urzeitlichem Leben. Denn in diesem Korund-Mineral haben Forscher Spuren von Kohlenstoff entdeckt, dessen Isotope auf einen biologischen Ursprung schließen lassen. Die Einschlüsse im Rubin könnte daher Reste früher Cyanobakterien sein. Es ist sogar wahrscheinlich, dass erst die Präsenz ihrer organischen Reste die Bildung der Edelsteine möglich machte, wie die Wissenschaftler berichten.

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Dieses rubinhaltige Gestein ist 2,5 Milliarden Jahre alt und enthält Kohlenstoff aus biogenen Quellen – mögliche Relikte urzeitlichen Lebens. ©University of Waterloo

Rubine sind begehrte Edelsteine, aber auch nützliche Rohstoffe für Laser und Sensoren. Dieses Korund-Mineral besteht aus einem Aluminiumoxid (Al2O3), in dessen Kristallgitter Chromatome eingelagert sind – diese Fremdatome sorgen für die rote Farbe. Damit das spezielle Kristallgitter des Rubins entsteht, müssen aluminiumreiche, aber siliziumarme Minerale unter Hitze und Druck verschmelzen. Deshalb sind Rubine nur dort entstanden, wo einst Kontinentplatten aneinanderstießen und diese Bedingungen schufen.

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