Vorgehen gegen Botschafter in der Türkei: „Sie können mit Kanonen kommen“


Der türkische Innenminister Soylu hat die Entscheidung, zehn ausländische Botschafter zu unerwünschten Personen zu erklären, mit scharfen Worten verteidigt. Deutsche Politiker verurteilen den Schritt – nur eine Partei übt anderweitig Kritik.

tagesschau.de

Suleyman Soylu. AP

Der Streit um den Fall des in der Türkei inhaftierten Aktivisten und Kulturmäzen Osman Kavala hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Am Samstag erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan insgesamt zehn Botschafter anderer Staaten, darunter auch Deutschland, zu unerwünschten Personen. Sein Innenminister Süleyman Soylu verteidigte diese Entscheidung.

„Sie können mit Kanonen kommen oder mit Gewehren – und nicht nur mit zehn Botschaftern. Selbst wenn sie mit allen Botschaftern dieser Welt hier herkommen würden, sie könnten dem türkischen Volk nicht ein Haar krümmen“, sagte Soylu auf einer Veranstaltung am Samstagabend.

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