Erdoğan sendet versöhnliche Signale im Botschafter-Streit


Deutschland äußerte „Sorge und Unverständnis“, nachdem der türkische Präsident Erdoğan angeordnet hatte, zehn westliche Diplomaten auszuweisen

DERSTANDARD

Nach massiver Kritik mäßigt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sein Auftreten im Botschafterstreit mit dem Westen. Erdogan erklärte am Montag laut der Nachrichtenagentur Anadolu, er begrüße die Erklärung westlicher Botschaften zur Einhaltung des diplomatischen Vertrags. Ob die angekündigte Ausweisung von zehn Botschaftern damit wieder vom Tisch ist, war zunächst unklar. Erdoğan hatte zuvor auch im eigenen Land viel Kritik für sein Vorgehen geerntet.

Versöhnliche Töne

Die US-Botschaft und mehrere andere westliche Vertretungen hatten zuvor mitgeteilt, sie hätten sich an eine diplomatische Konvention gehalten, sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines Gastlandes einzumischen. „Die Vereinigten Staaten stellen fest, dass sie Artikel 41 des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen einhalten“, hatte etwa die US-Botschaft getwittert. Kanada, die Niederlande und Neuseeland sendeten jeweils eine ähnliche Nachricht.

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