Islamophobie-Vorwurf: AStA der Uni Mainz unterliegt im Streit humanistischer Hochschulgruppe


Die Studentenvertretung der Uni Mainz hat einer Hochschulgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung die Förderung entzogen – mit der Begründung, sie sei islam- und behindertenfeindlich. Dies war illegal, wie das Verwaltungsgericht feststellte.

Sascha Zoske | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Provokant: Aktion der Giordano-Bruno-Stiftung auf dem Frankfurter Römerberg beim Ökumenischen Kirchentag an Christi Himmelfahrt Bild: Wonge Bergmann

Als „Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung“ bezeichnet sich die Giordano-Bruno-Stiftung, und so nennt sich auch eine an der Gutenberg-Uni aktive Hochschulgruppe, die mit dem Mainzer Ableger der Stiftung verbunden ist. Religionskritisch und nach eigenen Angaben einem „evolutionären Humanismus“ verbunden, sollte eine solche Gruppierung bei einer im Zweifel links denkenden Studentenvertretung auf Wohlwollen treffen – könnte man meinen. Doch dem ist nicht so.

Vor dem Verwaltungsgericht Mainz hat die „Denkfabrik“ gegen den Uni-Asta geklagt, weil sie sich von ihm benachteiligt fühlt. Rechtswidrig habe die verfasste Studentenschaft der Gruppe die Registrierung als studentische Initiative entzogen und ihr einen Zuschuss für eine Informationsveranstaltung verweigert, argumentierten die Humanisten. Dieser Sicht haben sich die Richter angeschlossen: Laut dem Urteil, das der F.A.Z. vorliegt, war das Vorgehen des AStA illegal; die Studentenvertretung muss der Gruppe Ausgaben für die Veranstaltung in Höhe von rund 380 Euro ersetzen.

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