Steinmeier fordert von Papst Aufklärung von Missbrauchsfällen


Migration, Hunger und Klima waren die Schwerpunktthemen eines Gesprächs zwischen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Papst Franziskus. Das deutsche Staatsoberhaupt sparte aber nicht mit Forderungen nach Missbrauchsaufarbeitung.

katholisch.de

Gut zwei Wochen nach Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Papst Franziskus ausführlicher über die Glaubwürdigkeitskrise der katholischen Kirche gesprochen. Dass sich die Kirchen dem Missbrauch stellten, sei zuerst den Betroffenen gegenüber wichtig, sagte das Staatsoberhaupt am Montag vor Journalisten im Vatikan. Aber auch Regierung und Gesellschaft seien angesichts großer Herausforderungen auf starke Kirchen als Partner angewiesen. Um ihre Funktion zur Hilfe bei der Orientierung in einer Zeit wachsender Unübersichtlichkeit ausüben zu können, müsse die katholische Kirche Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. 

In dieser Hinsicht sieht Steinmeier, wie er sagte, auch Potenzial in den unterschiedlichen synodalen Prozessen, die die katholische Kirche in Deutschland und der Papst auf Weltebene angestoßen haben. Des Weiteren sei es bei der rund 50-minütigen Unterredung mit dem Papst wie auch anschließend bei Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem vatikanischen Außenbeauftragten, Erzbischof Paul Gallagher, um die Klimakonferenz in Glasgow sowie wachsende humanitäre Krisen gegangen, etwa in Madagaskar und Afghanistan.

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