Afterdienst: Kirchen reden neuen Bundestagsabgeordneten ins Gewissen


Viele Abgeordnete nahmen vor der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags an einem ökumenischen Gottesdienst teil. Auch Bundespräsident Steinmeier und Kanzlerin Merkel waren dabei. Nicht aber die führenden Köpfe der möglichen neuen Koalition.

katholisch.de

Bild: ©picture alliance / Geisler-Fotopress | Frederic Kern/Geisler-Fotopress (Archivbild)

Vor der Konstituierung des neuen Bundestags haben viele Abgeordnete an einem ökumenischen Gottesdienst in Berlin teilgenommen. Einladende waren der Leiter des Katholischen Büros bei der Bundesregierung, Prälat Karl Jüsten, und der Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Prälat Martin Dutzmann. Der Gottesdienst fand in der evangelischen Marienkirche in Berlin-Mitte statt. Neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem scheidenden Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble nahmen auch mehrere Bundesminister und viele bekanntere Abgeordnete teil. Die führenden Köpfe der möglichen neuen Koalition von SPD, Grünen und FDP nahmen nicht teil.

Dutzmann forderte die Parlamentarier in seiner Predigt dazu auf, verantwortungsvoll mit ihrer Macht umzugehen. „Dass Abgeordnete Macht zu erlangen, zu erhalten, auszubauen und zu sichern versuchen, ist nicht nur legitim, sondern ihre Aufgabe“, so Dutzmann. Dafür seien sie ins Parlament gewählt worden. Entscheidend sei, wie das geschehe. Abgeordnete sollten sich deshalb stets fragen, ob sie mit ihrer Macht transparent, sachdienlich und gewaltlos umgehen.

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