Giftschaum hält Hindus nicht vom Baden ab


Zum Beginn des viertägigen Chhath-Festes versammeln sich in Indien Dutzende Hindus im Fluss Yamuna. Für die Gläubigen ist das Baden in dem Gewässer ein heiliges Ritual. Weder eine giftige Schaumschicht, noch ein Badeverbot können sie davon abhalten.

ntv

Hindus glauben, dass ein Bad in einem für sie heiligen Fluss die Sünden abwaschen kann. (Foto: picture alliance / AA)

Dutzende Hindus sind in den verschmutzten und mit dickem Schaum übersäten Fluss Yamuna bei der indischen Hauptstadt Neu Delhi gegangen und haben gebetet. Damit möchten sie den Sonnengott Surya und dessen Schwester Chhathi Maiya verehren und ihnen beim alljährlichen, viertägigen Chhath-Fest Blumen und Süßigkeiten geben.

Der Fluss ist zwar immer stark verschmutzt – unter anderem durch unbehandeltes Abwasser sowie Ammoniak und Phosphate, wie örtliche Medien berichten. Um diese Zeit des Jahres bilde sich jeweils jedoch mehr Schaum, weil der Fluss weniger Wasser führe, wodurch die Industrieabfälle weniger verdünnt werden, sagte Wasserexpertin Sushmita Sengupta vom Centre for Science and Environment in Neu Delhi dem „Indian Express“.

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