Ein Konsulat für Palästinenser sorgt für Spannungen zwischen den USA und Israel. Die USA möchten es in Jerusalem eröffnen, Israel lehnt das ab. Der Streit rührt an einen Kern des Nahost-Konflikts.
Tim Aßmann | tagesschau

Es war eine Aussage, an der er nun gemessen wird: Im April vergangenen Jahres kündigte Joe Biden, damals noch Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, an, er werde – falls gewählt – das US-Konsulat in Jerusalem für palästinensische Angelegenheiten wieder öffnen, das Donald Trump 2018 schließen ließ.
Nun will die US-Regierung dieses Versprechen umsetzen, doch Israel ist strikt dagegen. Es geht einmal mehr um den umstrittenen Status von Jerusalem. „Es gibt keinen Platz für ein weiteres US-Konsulat in Jerusalem“, sagte Israels Premier Naftali Bennett vor Kurzem und er ergänzte, Jerusalem sei nur die Hauptstadt eines Staates und das sei Israel. Das habe man der US-Regierung auch klar gemacht, betonte Bennett.
Konkret geht es um eine Einrichtung im Westteil der Stadt, nicht weit von der Altstadtmauer entfernt. Über dieses Konsulat liefen bis zur Schließung Washingtons politische Kontakte zur palästinensischen Führung.