Keine einheitlichen Corona-Regeln für Gottesdienste in NRW


2G- und 3G-Regeln werden an vielen Stellen im Land umgesetzt. Für katholische Gottesdienste in NRW ist das eine Möglichkeit, aber kein muss, erklärt der Leiter des katholischen Büros in Düsseldorf im Interview.

DOMRADIO.DE

Themenbild

DOMRADIO.DE: Was gilt im Moment für katholische Gottesdienste in Nordrhein-Westfalen?

Dr. Antonius Hamers (Leiter des katholischen Büros in Düsseldorf): Im Moment gelten die Regeln, auf die wir uns mit der Landesregierung, mit der Staatskanzlei, geeinigt haben. Das heißt in groben Zügen also kein generelles 3G oder 2G, sondern zunächst mal ein freier Zutritt zu den Gottesdiensten, aber natürlich entsprechende Hygienemaßnahmen, also Abstände sind einzuhalten, Masken müssen bis zum Platz und auch beim Singen getragen werden. Beim Reichen der Kommunion gibt es auch noch bestimmte Hygieneregeln. Das sind im Moment die Regeln, die gelten.

Bei Sondergottesdienste, wie zum Beispiel Beerdigungsgottesdiensten oder Firmgottesdiensten, bei Hochzeiten, können eben 3G oder 2G angewandt werden, sodass dann eben mehr Menschen in den Gottesdienst, in die Kirche reingehen können und zum Beispiel auch ohne Maske gesungen werden kann.

DOMRADIO.DE: An diesem Donnerstag tagt die Kanzlerin mit den Regierungschefs. Erwarten Sie Änderungen, was die Kirchen und Gottesdienste betrifft?

Hamers: Ich hoffe das natürlich nicht. Anhand der Signale, die ich bislang bekommen habe und auch in der Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten sind keine Verschärfungen abzusehen. Deswegen hoffe ich, dass es keine gesetzlichen Verschärfungen geben wird. Es ist aber natürlich davon auszugehen, dass die gesamte Erwartung und auch der Druck auf uns, was die Gottesdienste angeht, zunimmt, auch im Vergleich oder in Erinnerung an das, was letztes Jahr von den Weihnachtsgottesdiensten über uns hereingebrochen ist. Insofern gehe ich davon aus, dass wir uns noch der einen oder anderen Auseinandersetzung stellen müssen.

weiterlesen