AfD Berlin und der Flügel: Mehr als ein Verdachtsfall


Einstufung durch den Verfassungsschutz hin oder her: Die AfD Berlin ist eine in Teilen extrem rechte Partei. Das völkische Lager gewinnt an Einfluss.

Gareth Joswig | taz

Höcke zwischen Weiß und Auricht 2017: Letztere sind nun in Schlüsselpositionen in Berlins AfD Foto: imago

Es passt ins Bild: Wissenschaftler des Jenaer Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft haben in einer gerade erschienenen Studie festgestellt, dass die Corona-Infektionszahlen überall dort schneller stiegen, wo die AfD gewählt wird. Je mehr Rechtsradikale, desto mehr Covid-19.

Die Studie hat laut Forschern mit einer Reihe von anderen Faktoren eine Scheinkorrelation ausgeschlossen und man sei selbst verwundert, wie eindeutig das Ergebnis ausfiele: Dort, wo die AfD bei der Bundestagswahl 2017 breite Bevölkerungsschichten mobilisieren konnte, stiegen die Fallzahlen in den beiden Wellen 2020 überdurchschnittlich.

Während also insbesondere in Regionen mit vielen Ungeimpften der AfD am meisten Opfer zu beklagen sind, hält die Partei sämtliche Corona-Schutzmaßnahmen weiter für überflüssig. Sie boykottiert diese sogar und trägt so weiter zur Maßnahmen- und Impfskepsis bei. Das wurde erneut diese Woche im Bundestag deutlich, als wieder ungetestete AfD-Abgeordnete auf der Tribüne Platz nehmen mussten, und von dort ihre Propaganda verbreiteten.

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