Coronaviren: Eine Aminosäure reicht


Überraschend simpel: Der Schritt von Fledermaus-Coronaviren zu humanpathogenen Formen wie SARS-CoV-2 ist möglicherweise kleiner als gedacht. Denn der Austausch einer entscheidenden Aminosäure am viralen Spike-Protein reicht, um dem Fledermausvirus RaTG13 das Befallen menschlicher Zellen zu ermöglichen, wie nun Laborversuche belegen. Beruhigend immerhin: Unsere mRNA-Impfstoffe würden selbst gegen dieses mutierte Fledermausvirus wirken, wie die Forscher ermittelten.

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Damit das Coronavirus an unsere Zellen andocken kann, muss die Bindungsdomäne am viralen Spike-Protein zum ACE2-Rezeptor passen. ©selvanegra/ Getty images

Aus welchem Tier-Coronavirus hat sich der Pandemie-Erreger SARS-CoV-2 entwickelt? Bisher gibt es darauf keine eindeutige Antwort. Der aus Hufeisennasen im chinesischen Yunnan isolierte und im Virenlabor von Wuhan kultivierte Stamm RaTG13 stimmt genetisch zu 96 Prozent mit SARS-CoV-2 überein. Er kann aber nicht an den ACE2-Rezeptor auf den menschlichen Zellen andocken.

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