Zwei Bistümer ermöglichen Akteneinsicht für Missbrauchsaufarbeitung


In Osnabrück und Trier gibt es jetzt ein klares Verfahren, mit dem Daten aus Personalakten von Klerikern zur Missbrauchsaufarbeitung verwendet werden können. Nun können sie auch von Kommissionen und Wissenschaft ausgewertet werden.

katholisch.de

In den Bistümern Osnabrück und Trier haben die Bischöfe gesetzliche Grundlagen für die Verwendung von Personalakten von Klerikern zur Missbrauchsaufarbeitung in Kraft gesetzt. In den aktuellen Amtsblättern der Diözesen wurden die Regelungen am Dienstag (Osnabrück) und Mittwoch (Trier) veröffentlicht. Damit wurden rechtliche Verfahren geschaffen, mit denen Daten aus bestehenden Personalakten von Klerikern an Dritte zur Aufarbeitung und Erforschung von Missbrauch in der Kirche weitergegeben werden können.

Das Osnabrücker „Gesetz zur Regelung von Einsichts- und Auskunftsrechten für die Kommissionen zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch Minderjähriger und schutz- oder hilfebedürftiger Erwachsener sowie beauftragte Forschungsinstitute in Bezug auf Personalaktendaten von Klerikern“ trat bereits zum 24. November in Kraft. Es ermöglicht, auch ohne Einwilligung des jeweiligen Klerikers Daten aus Personalakten an die bischöflichen Kommissionen zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch sowie an Hochschulen und andere Forschungseinrichtungen weiterzugeben, sofern dies erforderlich ist und keine anonymisierten Daten verwendet werden können.

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