Antisemitismusvorwürfe gegen DW: Problematische Posts


Die „Süddeutsche Zeitung“ wirft Mitarbeitern der Deutschen Welle Antisemitismus vor. Nun leitet die DW eine externe Untersuchung ein.

Volkan Agar | taz

Deutsche Welle: Wiederholt äußerten sich Mitglieder der arabischen Redaktion antisemitisch Foto: Marius Becker/dpa

Mit­ar­bei­te­r:in­nen der arabischen Redaktion der Deutschen Welle (DW) haben sich anti­semitisch geäußert. Das geht aus einer Re­cherche hervor, die die Süddeutsche Zeitung (SZ) am Mittwoch veröffentlicht hat. In einer Stellungnahme vom Dienstagabend hat die DW angekündigt, die Vorwürfe im Zusammenhang mit Äußerungen aus anderen Publikationen und sozialen Medien unabhängig und extern prüfen zu lassen.

In dem Artikel der SZ heißt es etwa über ein Mitglied der arabischen Redaktion, dieses habe in einem Facebook-Post damit geprahlt, ein Gespräch mit einer Frau abgebrochen zu haben, als er von ihrem jüdischen Glauben erfahren habe. Derselbe Redakteur habe den Massenmord an den Juden als „künstliches Produkt“ bezeichnet. Ein Korrespondent aus Beirut habe auf Twitter geschrieben: „Jeder, der mit den Israelis zu tun hat, ist ein Kollaborateur, und jeder Rekrut in den Reihen ihrer Armee ist ein Verräter und muss hingerichtet werden.“ Eine heute Festangestellte habe noch wenige Monate vor Praktikumsbeginn bei DW in einer Netzzeitung über den „Islamischen Staat“ geschrieben, dass sie „in seinen Reihen sein“ würde, wenn dieser „die Israelis aus dem Heiligen Land rausschmeißt“.

weiterlesen