Berlin: Polizisten und Bezirksamtsmitarbeiter in Kokainschmuggel verwickelt


Bei einer Razzia gegen eine Drogenbande in Berlin sind auch Staatsdiener verhaftet worden. Sie sollen von den Dealern bestochen worden sein.

Berliner Zeitung

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay
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Staatsdiener aus den Berliner Sicherheitsbehörden sind offenbar in einen großen Kokainschmuggel aus Südamerika verwickelt. Wie die Berliner Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, sollen mindestens ein Polizist und zwei Mitarbeiter eines Bezirksamtes bestochen worden sein. Sie sollen Urkunden und Dokumente gefälscht haben. Der Polizist soll zudem für Geld personenbezogene Abfragen im Polizeilichen Landessystem zur Information (POLIKS) durchgeführt haben. Die Ermittler kamen den Verdächtigen im Zusammenhang mit Razzien gegen international agierende Drogenschmuggler auf die Spur.

Über 250 Einsatzkräfte hatten am Dienstag mehr als 40 Objekte im In- und Ausland durchsucht und dabei 14 Haftbefehle vollstreckt. Allein in Berlin wurden zehn Verdächtige festgenommen, ein weiterer in Dortmund, zwei in Lettland und einer in Spanien. Die Bande soll nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) knapp fünf Tonnen Kokain von Südamerika nach Deutschland geschmuggelt haben. Die Lieferungen seien über Scheinfirmen abgewickelt worden.

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