„Das darf nicht sein“ – Wehrbeauftragte kritisiert Ausrüstung bei Auslandseinsätzen


Nach ihrem Truppenbesuch in Mali berichtet Eva Högl von fehlenden Schutzwesten und anderen gravierenden Mängeln. Auch am Einsatz selbst meldet sie Zweifel an.

Mike Szymanski | Süddeutsche Zeitung

Dingo-Fahrzeug Bild: ©BB

Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl, zeigt sich besorgt über Berichte von Soldatinnen und Soldaten über Ausrüstungsmängel im Auslandseinsatz. Vergangene Woche war die Sozialdemokratin auf Truppenbesuch bei den deutschen Soldaten in Mali und im benachbarten Niger und bekam Kritik zu hören. „Es heißt immer, im Einsatz haben wir alles parat. Daran habe ich meine Zweifel“, sagte Högl nun nach ihrer Rückkehr. „Mir wird berichtet, die Soldaten sind nicht ausreichend ausgestattet, wenn sie in den Einsatz gehen. Das ist nicht akzeptabel.“

Als Wehrbeauftragte wacht Högl über den Zustand der Bundeswehr. Ihren Erkenntnissen vom Truppenbesuch kommt besondere Bedeutung zu: Erst im Sommer hatte es zwölf verwundete Bundeswehrsoldaten in Mali gegeben, als Terroristen einen Anschlag auf einen Konvoi verübten. Die Sicherheitslage hat sich in dem westafrikanischen Krisenland im vergangenen Jahr verschlechtert.

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