Suspendierter Pastor wegen Betrugs und Urkundenfälschung verurteilt


Das Gericht sah es als erweisen an, dass der Pastor in 44 Fällen fingierte Rechnungen eingereicht hat, um sich das Geld erstatten zu lassen. Dabei sei er „gewerbsmäßig vorgegangen, um aus seinen Taten ein Einkommen zu erzielen“, hieß es.

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Ein wegen Betruges und Urkundenfälschung vom Dienst suspendierter Pastor ist vom Landgericht Hildesheim am Mittwoch zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden. Die Strafe wird für einen Bewährungszeitraum von drei Jahren ausgesetzt. Im Verfahren hatte der 62-Jährige ausgesagt, er habe sich nicht bereichern wollen, sondern mit dem Geld unter anderem die Behandlung seiner Krebserkrankung gezahlt. (AZ: 20 KLs 12 Js 18186/17)

Die Vorsitzende Richterin Karin Kuhlmann bezeichnete das Urteil als „sehr milde“. Es begründe sich durch viele strafmildernde Punkte, darunter ein Teilgeständnis des Angeklagten, der Verlust des Pastorenamtes, die Dauer des Verfahrens und eine schwere, chronisch gewordene Krebserkrankung des Angeklagten. Zudem gehe das Gericht davon aus, dass er in Zukunft nicht mehr kriminell wird.

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