Am 5. Dezember 1484 wird die „Hexenbulle“ unterzeichnet


Obwohl Papst Innozenz III. 1484 die Hexenbulle unterzeichnet, die als Legitimation für den „Hexenhammer“ gilt, hat die Kirche den „Hexenhammer“ nie offiziell anerkannt. Vor kirchlichen Gerichten waren die Überlebenschancen für Angeklagte meist am besten.

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Die Hexenprobe. Zeichnung von G. Franz aus „Germania“ von 1878 (public domain)

Anfang des 17. Jahrhunderts geht die Angst vor Hexerei um. Immer wieder werden Frauen und Männer vermeintlich überführt und hingerichtet. Für diese Angst gibt es damals viele Ursachen. Und die sogenannte „Hexenbulle“ von Papst Innozenz III. ist ein erster Anfangspunkt. Am 5. Dezember 1484 unterzeichnet der Papst das Dokument, in dem von kirchlicher Seite aus offiziell festgestellt wird: Es gibt Hexen und sie müssen verfolgt werden.

Papst wollte sich nicht zur Hexerei äußern

Nur war der Text ursprünglich gar nicht vom Papst geschrieben worden. Der hatte gar nicht vorgehabt, sich zur Hexerei zu äußern. Heinrich Kramer, Dominikanermönch und späterer Autor des Hexenhammers, hatte den Text von sich aus nach Rom geschickt und um die päpstliche Bestätigung gebeten. Damit hatte er nun die offizielle Erlaubnis zur Hexenverfolgung.

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