Kölner Kardinal Woelki ist in Auszeit – und sollte es auch bleiben


Das Erzbistum in Köln, das wichtigste der Katholiken nach dem in Rom, kommt nicht zur Ruhe. Jedenfalls nicht, so lange es von Kardinal Woelki geführt wird.

Stephan-Andreas Casdorff | DER TAGESSPIEGEL

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Rainer Maria Woelki nimmt zwar gerade eine Auszeit, aber zeitlich begrenzt. Der Kardinal könnte also demnächst zurückkommen. Doch der unmissverständliche Fingerzeig des Papstes macht deutlich, dass da in der Missbrauchsaffäre nichts mehr kommen darf, was die Gläubigen in Aufruhr versetzt. Zu viele verlassen die Kirche wegen der Äffäre. Und Woelki.

In diese angespannte Lage hinein jetzt die nächste Aufregung: Der von Rom eingesetzte Bistumsleiter, Weihbischof Rolf Steinhäuser, hat den Kontrollgremien in Köln die Abrechnung der Woelki-Berater für die Missbrauchsaufarbeitung vorgelegt. Danach sind es 2,8 Millionen Euro für Honorare. Die höchste Ausgabe: 818.000 Euro für Woelkis Krisenberater; sie rechneten offenbar Stundensätze von 460 Euro netto ab.

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