Neue amerikanische Atomwaffen B61-12, die auch nach Deutschland kommen


Die Produktion der neuen Atombomben mit einer kleineren Sprengkraft (low yield) hat begonnen. Damit wird die Schwelle zum Atomkrieg gefährlich abgesenkt.

Florian Rötzer | Krass & Konkret

B-61 Bomben. Bild: DoD

In Deutschland haben die USA im Rahmen der sogenannten Nuklearen Teilhabe B61-Wasserstoffbomben mit einer Sprengkraft von 50 kt TNT im  Fliegerhorst Büchel gelagert. Im Kriegsfall würden Flugzeuge der Bundeswehr diese einsetzen. In den letzten Jahren hat das Pentagon aus den Ländern der Nuklearen Teilhabe, also aus Belgien, Deutschland, Italien, den Niederlanden und der Türkei einige der dort gelagerten Atombomben abgezogen. Es sollen in Europa noch 100 sein, in Deutschland wohl um die 20. Gleichzeitig vermehrte sich die Zahl der strategischen Bomber, die die USA entlang der russischen Grenze fliegen ließ.

Die B61-Wasserstoffbomben haben Sprengkraft bis zu bis 340 kT TNT, die 1997 entwickelten B61-11-Bomben mit einer Sprengkraft bis zu 400 kT TNT sind bunkerbrechende Bomben, die mehrere Meter tief in den Erdboden eindringen und dann explodieren sollen. Schon 2002 wurden unter der Bush-Regierung kleinere Atomwaffen (low yield) gefordert, um sie eventuell unterhalb der Schwelle eines Atomkriegs gegen unterirdische Ziele einsetzen zu können. Gedacht wurde an Nordkorea und Iran, das sein Atomwaffenprogramm weitgehend unterirdisch angelegt hat (Mini-Nukes gegen Schurkenstaaten).

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