Lebt der Auftraggeber von Anis Amri?


Knapp fünf Jahre nach dem Weihnachtsmarkt-Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz ist es einem rbb-Team gelungen, die Identität eines mutmaßlichen Auftraggebers aufzuklären. Das BKA hatte einen Hinweis zu ihm „versanden“ lassen.

Sascha Adamek, Jo Goll, Norbert Siegmund | tagesschau

Bild vom Breitscheidplatz in Berlin vom 19.12. 2016. dpa

Wer gab Anis Amri den Auftrag zum Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz? Die Frage ist bis heute, knapp fünf Jahre später, offen. Der Bundesnachrichtendienst (BND) und das Bundeskriminalamt (BKA) hatten schon früh konkrete Hinweise auf einen Mann. Nun gelang es einem Reporterteam des rbb, die Identität eines mutmaßlichen Auftraggebers aufzuklären. Dabei soll es sich um einen Mann mit dem zivilen Namen Ali Hazim Aziz handeln, einen hohen Funktionär des sogenannten Islamischen Staats (IS). Aziz trägt den Kampfnamen Abu Bara’a al Iraqi.

In einem Interview mit dem rbb bestätigt Sadi Ahmed Pire, Vorstandsmitglied der Patriotischen Union Kurdistans (PUK), die Identität und Funktion von Abu Bara’a als Verantwortlichen für die IS-Terrorplanungen unter anderem in Deutschland. Er stützt sich dabei auf Erkenntnisse irakischer Sicherheitskreise: „Abu Bara’a war einer der Top-Organisatoren der Terrorakte im Ausland. Besonders für Deutschland, Großbritannien, Frankreich.“

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