Ist Multiple Sklerose eine Virus-Spätfolge?


MS als virale Spätfolge: Eine US-Studie liefert die neue Hinweise darauf, dass die Multiple Sklerose durch ein Virus verursacht wird. Demnach fördert die Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus die für MS typische nervenzerstörende Autoimmunreaktion. Der aktuellen Studie zufolge erhöht das Virus das MS-Risiko um das 32-Fache, MS-Patenten weisen zudem signifikant mehr Antikörper gegen das Virus auf als gesunde Infizierte, wie die Forschenden in „Science“ berichten.

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Rund 95 Prozent der Menschen tragen das Epstein-Barr-Virus in sich. Doch bei einigen kann es möglichweise eine Multiple Sklerose auslösen. ©CDC/ Dr. Fred Murphy

95 Prozent aller Menschen haben sich als Kind mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) angesteckt – meist völlig unbemerkt. Der zu den Herpesviren gehörende Erreger verursacht meist keine Symptome, bleibt aber lebenslang latent im Körper. Seine inaktive Form überdauert dabei in den B-Lymphozyten des Immunsystems. Nur bei einem sehr späten Virenkontakt kann EBV das Pfeiffersche Drüsenfieber auslösen.

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