Religionsbeauftragter hält Kompromisse in Menschenrechtsfragen für nötig


Der Beauftragte der Bundesregierung für die weltweite Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Frank Schwabe, hat die Rolle von Menschenrechtsfragen in der Entwicklungszusammenarbeit unterstrichen – zugleich aber auch auf Kompromisse hingewiesen.

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„Menschenrechtsthemen spielen schon jetzt eine zentrale Rolle in der Entwicklungszusammenarbeit. Da geht es um die Gleichberechtigung der Geschlechter, um Meinungsfreiheit, die Achtung vor körperlicher Unversehrtheit und vieles mehr“, sagte Schwabe im Interview der „Jüdischen Allgemeinen“ (Donnerstag).

„Es gibt immer Debatten darüber, inwieweit geförderte Partner unserem Werte- und Menschenrechtskanon gerecht werden und was man ihnen abverlangen kann.“ Schwabe betonte, dass gerade in der Außenpolitik aber auch Kompromisse eingegangen werden müssten: „Die Durchsetzung der Menschenrechte ist das Ziel, aber manchmal ist sie auch ein Weg. Würden wir das nicht akzeptieren, könnte man nicht mehr viel an Entwicklungszusammenarbeit durchführen.“

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