Drosten: Irgendwann müsse man das Virus „laufen lassen“


Derzeit setzen Gesundheitsminister Lauterbach und Virologe Drosten noch auf Booster-Impfungen, um den Omikron-Anstieg zu verlangsamen – und geben einen Ausblick auf die Zeit nach der aktuellen Welle.

Heike Schmoll | Frankfurter Allgemeine Zeitung

coronavirus sars-cov-2
coronavirus sars-cov-2

Noch nie gab es so viele Covid-Fälle wie durch die Omikron-Variante. Trotzdem sorgen die Kontaktbeschränkungen in Deutschland dafür dass die Omikron-Wand sich nicht ganz so steil auftürmt wie in anderen Ländern. Aus dem steilen Gipfel einen Hügel zu machen und den Infektionsanstieg möglichst lang zu strecken, gehöre zu den vorrangigen Zielen der Bundesregierung, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). In dieser Zeit gelte es, möglichst viele Menschen mit einer Auffrischungsimpfung zu versorgen. Deutschland habe nicht die kurze Verdoppelungszeit der Ansteckungen wie andere Länder. Der Verdoppelungszeitraum lag vor einigen Wochen noch bei etwa 4,5 Tagen. Derzeit bewegt er sich auf 6,5 Tage zu. Durch die Anti-Corona-Maßnahmen sind die Kontakte in Deutschland auf etwa 50 Prozent des „vorpandemischen Zeitalters“ reduziert. „Trotzdem gibt es keinen Grund zur Entwarnung“, sagte Lauterbach.

weiterlesen