Auch im wichtigsten Beratungsgremium im Erzbistum Köln gehen die Meinungen zur Rückkehr von Kardinal Woelki auseinander. Lob gab es für den Apostolischen Administrator Rolf Steinhäuser und dessen „dialogorientierte Amtsführung und Kommunikation“.

In einer „intensiven, teils kontrovers geführten Debatte“ hat der Diözesanpastoralrat im Erzbistum Köln über mögliche Szenarien nach der Rückkehr von Kardinal Rainer Maria Woelki nach seiner Auszeit diskutiert. Das teilte das Erzbistum am Samstag mit.
Im wichtigsten Beratungsgremium des Bistums, in dem Geistliche sowie haupt- und ehrenamtliche Laien mitwirken, seien die Meinungen zu der für Aschermittwoch geplanten Rückkehr des Kardinals „deutlich, aber nicht unversöhnlich aufeinander“ gestoßen.
„Ich kann mir nicht vorstellen, wie das gehen soll“, hätten mehrere Teilnehmer gesagt, unter anderem Gemeindereferentin Marianne Arndt: „Die Menschen stimmen mit den Füßen ab, die Austrittszahlen sind erschreckend.“ Laienvertreter Stephan Neuhoff dagegen wird zitiert mit den Worten: „Für viele Kritiker muss Woelki als ‚Sündenbock‘ herhalten. Die von Rom eingeforderte Versöhnung kann aber nur gelingen, wenn auch die Kritiker des Kardinals bereit sind, ihren Beitrag zu leisten.“ Einig sei sich das Gremium darin gewesen, dass es ein „Weiter so“ nicht geben dürfe und dass „klare Signale für einen Neuanfang“ gesetzt werden müssten.