AfD-Austritt: „Ich finde es schwierig, permanent Krieg zu führen“


Nach mehr als acht Jahren hat Uwe Witt die AfD verlassen. Er rechnet ab mit einer Partei, die immer weiter in den Rechtsextremismus abdriftet.

Frank Jansen | DER TAGESSPIEGEL

Entnervt. Uwe Witt hat im Dezember die AfD-Bundestagsfraktion und die Partei wegen extrem rechter Tendenzen verlassen.Foto: C.Hardt/imago images/Future Image

Ein Mann rechnet ab. Weite Teile der AfD seien rechtsradikal, sagt Uwe Witt und betont, „ich persönlich habe mit der Partei abgeschlossen“. Ende Dezember hat er die Bundestagfraktion der Rechtspopulisten verlassen und sich auch von der AfD verabschiedet.

Nun sitzt er am Dienstag in einer Video-Pressekonferenz und zeichnet ein düsteres Bild vom Zustand der Partei. Vor allem die ständigen Scharmützel mit dem rechtsextremen, von Björn Höcke geführten „Flügel“ haben Witt offenbar zermürbt. „Ich finde es schwierig, in einer Partei permanent Krieg zu führen“, sagt er. In den achteinhalb Jahren seit seinem Einritt sei es nie gelungen, „die Partei zu befrieden“.

weiterlesen