Justiziarin des Erzbistums Köln wehrt erfolgreich Kündigung ab


Niederlage für das Erzbistum Köln vor Gericht: Die Kündigung der ehemaligen Justiziarin wegen der Mitnahme eines Bürostuhls war nicht gerechtfertigt. Ein Schmerzensgeld gibt es allerdings nicht für die Frau.

katholisch.de

Die Justiziarin des Erzbistums Köln hat sich erfolgreich gegen ihre fristlose Kündigung gewehrt. Das Arbeitsgericht Köln gab am Dienstag ihrer Klage gegen die Erzdiözese statt. Die außerordentliche Kündigung des beamtenähnlichen Arbeitsverhältnisses wegen der Mitnahme ihres Bürostuhls ins Homeoffice zu Pandemiebeginn sei nicht rechtens, sagte der Vorsitzende Richter Stephan Decker am Dienstag bei der Verkündung des Urteils nach einem Kammertermin. Es handele sich nicht um ein Diebstahl im üblichen Sinne. Zu berücksichtigen sei die konkrete Situation vor Ostern 2020, als mehr Menschen im Homeoffice arbeiten sollten, ohne dass die Voraussetzungen dafür bestanden.

Auch die Versetzung der seit April 2020 als arbeitsunfähig gemeldeten Justiziarin in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit sei hinfällig, so die 16. Kammer des Arbeitsgerichts. Aus der Vergangenheit könne nicht einfach auf die künftige Dienstfähigkeit geschlossen werden.

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