Gysi fürchtet eine Gesellschaft ohne Religion: „Ich selbst glaube nicht an Gott“ 


Der Linken-Politiker Gregor Gysi fürchtet nach eigener Aussage eine Gesellschaft ohne Religion. Die Linke könne Moralnormen formulieren, aber sie habe nicht die Kraft sie allgemeinverbindlich zu machen, sagte er gestern im BR.

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„Ich selbst glaube nicht an Gott“ sagte Gysi in der Livesendung „Der Sonntags-Stammtisch“ im BR-Fernsehen.

„Wenn wir nicht die Bergpredigt hätten, hätten wir überhaupt keine allgemeinverbindliche Moral.“

Natürlich richteten sich die Leute nicht danach. Aber deshalb hätten sie zu Weihnachten auch ein schlechtes Gewissen. Christinnen und Christen spendeten dann ganz viel, und die Nichtchristen spendeten „vor Schreck“ gleich mit.

Kirche verliert an Glaubwürdigkeit 

Doch mit dem Bekanntwerden des sexuellen Missbrauchs sei der Bruch gekommen, führte Gysi weiter aus. „Wenn Du eine solche Moral über die Bergpredigt in die Gesellschaft hinein interpretierst und selber zulässt, dass unschuldige Kinder, die ja keine Abwehrmittel dagegen haben, sexuell missbraucht werden, bringst Du alles durcheinander, wofür du gestanden hast.“

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