Massen-Coming-out in der katholischen Kirche


In einer beispiellosen Aktion haben sich 122 Mitarbeiter*innen der katholischen Kirche im deutschsprachigen Raum als queer geoutet und fordern ein Ende ihrer Diskriminierung.

QUEER.DE

Das hat es in vergleichbarer Form weltweit noch nie gegeben: Mit der Initiative #OutInChurch und im Rahmen einer TV-Dokumentation haben sich in der Nacht auf Montag 122 queere Personen, die haupt- oder ehrenamtlich in der römisch-katholischen Kirche im deutschen Sprachraum tätig sind, als queer geoutet.

Unter ihnen sind Priester, Gemeinde- und Pastoralreferent*innen, Religionslehrer*innen, aber auch Mitarbeiter*innen aus der kirchlichen Verwaltung.

„Viel zu oft wird abstrakt über die Betroffenen gesprochen“, erklärte Initiator Jens Ehebrecht-Zumsande, Referent im Generalvikariat des Erzbistums Hamburg, zur Gründung. „Mit #OutInChurch werden diejenigen, um die es geht, in der Kirche selbst hörbar und sichtbar.“ Man wolle zur „Erneuerung der Glaubwürdigkeit und Menschenfreundlichkeit der katholischen Kirche beitragen“, heißt es ergänzend in einer Pressemitteilung. Inspiriert wurde die Initiative durch die Aktion #ActOut, bei der sich vor einem Jahr zahlreiche queere Schauspieler*innen outeten (queer.de berichtete).

weiterlesen