Ende eines Riesen: Als der Eisberg A68A entstand, war er rund eine Billion Tonnen schwer und der größte Eisberg der Welt. Inzwischen ist der eisige Riese zerbrochen und hat gut 800 Milliarden Tonnen Eis verloren, wie Forscher ermittelt haben. Ein großer Teil des Eises strömte als Schmelzwassers ins Südpolarmeer. Allein vor der Insel Südgeorgien setzte A68A rund 152 Milliarden Tonnen Süßwasser frei – mit potenziellen Folgen für die dortigen Meeresökosysteme.

Das Abbrechen von Eisbergen von den polaren Schelfeisen ist ein durchaus natürlicher Prozess, allerdings kommt es in den letzten Jahren gehäuft zu solchen Eisabbrüchen. Risse im Eis wachsen immer weiter, statt sich zu schließen und im Extremfall kommt es zum Zerfall des gesamten Schelfeises. Einer der bislang größten Eisabbrüche ereignete sich im Jahr 2017 am antarktischen Larsen-C-Schelfeis: Mit dem 5.800 Quadratkilometer großen Eisberg A68A verlor das Schelfeis auf einen Schlag eine Billion Tonnen Eis.